Krebsvor- und -nachsorge

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Sie haben den Anspruch auf eine Krebsvorsorgeuntersuchung im Jahr. Diese besteht aus:

  • einer gynäkologischen Untersuchung
  • einem Zellabstrich vom Muttermund
  • einer Tastuntersuchung der Brustdrüsen

Die regelmäßige Inanspruchnahme der Ihnen zustehenden Krebsvorsorgeuntersuchung ermöglicht die Entdeckung von bösartigen Erkrankungen schon im Frühstadium.
In der Medizin stehen heute wesentlich mehr Möglichkeiten zur Erkennung von Vor- und Frühstadien bösartiger Erkrankungen zur Verfügung. Im Rahmen der erweiterten Krebsvorsorge kann die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Diagnose durch zusätzliche Untersuchungen (Ultraschall, HPV-Diagnostik, Thin-prep, Darmkrebsscreening, Blasenkrebsscreening) wesentlich erhöht werden.

  • eine Ultraschalluntersuchung des inneren Genitale zur Beurteilung der Eierstöcke und der Dicke der Gebärmutterschleimhaut
  • eine Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen zur Erkennung nicht tastbarer Veränderungen des Brustdrüsengewebes
  • ein Zellabstrich zur Erkennung von HPV – Infektionen (high-risk-Typen von humanen Papillomaviren), die oft zu krebsartigen Veränderungen am Muttermund führen
  • Zur Darmkrebsvorsorge gibt es ein immunologisches Verfahren, Hinweise auf ein Tumorgeschehen zu erhalten: Den Nachweis von „Tumor M2-PK“

Leider werden nicht alle sinnvollen Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern, welche Maßnahmen bei Ihnen im Einzelfall sinnvoll und nützlich sind.

HPV – Diagnostik

Infektionserkrankungen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen. Sie können eine Vielzahl gutartiger Haut- und Schleimhautveränderungen hervorrufen, sind aber auch für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses mit verantwortlich.

Wir unterscheiden heutzutage zwischen low-risk-Viren, die genitale Warzen, sogenannte Condylome, verursachen, und high-risk-Viren, die an der Entstehung von Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses beteiligt sind. Condylome sind meist leicht zu erkennen, dagegen bleiben Infektionen mit high-risk-Viren im Rahmen der traditionellen Vorsorgeuntersuchung oft unerkannt. Eine Früherkennung ist meistens nicht möglich. Neue empfindliche Testmethoden zum Nachweis von Virus-DNA geben uns die Möglichkeit, nicht sichtbare Virus-Infektionen zu erkennen. Durch einen (nicht schmerzhaften) Abstrich aus dem Gebärmutterhalskanal können wir eine HPV-Infektion nachweisen und zwischen low-risk-HPV-Infektionen und high-risk-HPV-Infektionen unterscheiden. Damit wird es möglich, frühzeitig weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.