Ihr Service

Der Körper einer Frau bedarf von der Pubertät bis ins hohe Alter einer besonderen Aufmerksamkeit. Die gebe ich Ihnen. Neben routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen, biete ich Ihnen in meiner Praxis ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten, die speziell auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten sind. Mädchen heiße ich in der Teenagersprechstunde willkommen, Frauen erhalten in meiner Praxis Vorsorgeuntersuchungen und Hilfe bei Beschwerden, Schwangere betreue ich vom Schwangerschaftstest bis zur Geburtsplanung und Frauen in den Wechseljahren helfe ich durch gezielte Therapie.

Zusätzlich zu den Methoden der klassischen Schulmedizin beziehe ich auf Wunsch auch Behandlungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Naturheilkunde ein. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über das Behandlungsangebot, dass Ihnen in meiner Praxis zur Verfügung steht.

Akupunktur entstammt der traditionellen chinesischen Medizin. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung fließender Lebenskraft, Qi genannt, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen beruhen. Wie Flüsse ziehen Meridiane durch den Körper und versorgen ihn mit lebensnotwendiger Energie. Hier liegen die Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe man Energieflüsse beeinflussen kann. Bei Gesundheit fließt die Lebensenergie in Harmonie, die Organe sind ungestört. Ist der Fluss der Lebensenergie Qi gestört, entstehen nach chinesischer Vorstellung Krankheiten. Häufig nehmen Patientinnen nach der Nadelung die Lebensenergie im Körper als Gefühl des Fließens wahr. Sie verspüren ein Strömen der Lebensenergie vom Kopf über den Bauchraum bis in die Füße. Die Nadelung hat eine harmonisierende Wirkung, so dass ein ungestörtes Fließen gefördert wird.

Während der Akupunktursitzung treten körperliche Veränderungen auf. Der Einstich führt zu einem Einstichschmerz. Nach dem Nadeln kann ein Schwere- und Druckgefühl an den Einstichstellen auftreten. Nach dem Nadeln entspannt sich der Körper.

Ich empfehle Akupunktur bei allen Schwangerschaftsbeschwerden (Erbrechen, Schmerzen, Ödemen, Beckenendlage). Im Rahmen der Geburtsvorbereitung bewirkt die Akupunktur eine Verkürzung und Erleichterung der Eröffnungsphase.

Akupunktur empfehle ich auch bei klimakterischen Beschwerden, insbesondere, wenn eine hormonelle Behandlung nicht erwünscht ist. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch und unterstützend bei künstlicher Befruchtung kann Akupunktur viel bewirken. Als sehr gut wirksam hat sich Akupunktur auch bei Dysmenorrhoe (Menstruationsbeschwerden), Blutungsstörungen und zur Suchtbehandlung (Rauchen, Übergewicht) erwiesen.

Viele Paare erwarten, dass eine Schwangerschaft eintritt, sobald das Verhütungsmittel abgesetzt ist. Doch die menschliche Fortpflanzung ist ein sehr komplexes Geschehen und erfordert manchmal etwas Geduld. Die  Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft liegt pro Monatszyklus nur bei etwa 30 Prozent. Ein Drittel aller Frauen muss sogar länger als ein Jahr warten, bis sich eine Schwangerschaft einstellt. Mehrmonatige Wartezeiten sind also noch kein Grund zur Besorgnis.

Frauen, die den Grad ihrer Fruchtbarkeit und damit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ermitteln lassen möchten, können sich ihren individuellen Fertilitätsindex errechnen lassen.

Eine Befruchtung ist nur an 5 - 6 Tagen im Zyklus möglich. Die günstigste Zeit beginnt 2 - 3 Tage vor dem Eisprung und endet 2 Tage danach. Mit dem Eisprungrechner können Sie den idealen Empfängniszeitraum bestimmen.

Paare, die sich ein Kind wünschen, können ihre Fruchtbarkeit durch eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebenswandel positiv beeinflussen:

Vermeiden Sie schwere körperliche Belastung!

Körperliche Bewegung tut gut und hält gesund. Extreme sportliche Anstrengungen jedoch können sowohl bei Frauen als auch bei Männern den Hormonhaushalt durcheinander bringen und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Ernähren Sie sich gesund!

Eine gesunde Ernährung unterstützt den Körper und seine Funktionen, indem sie ihn mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Wer sich vollwertig und ausgewogen ernährt, kann auf Nahrungsergänzungsstoffe verzichten. Ausnahme: Bereits vor einer Schwangerschaft ist die Einnahme von Folsäure empfehlenswert, damit ist das Ungeborene schon in der frühen Schwangerschaft optimal versorgt. Studien zeigen die Wichtigkeit von Folsäure zur Vorbeugung eines Neuralrohrdefekts ("offener Rücken") beim ungeborenen Kind.

Reduzieren Sie Stress!

Nicht jedem Stress kann man entgehen und nicht jeder Stress ist ungesund. Eine zu große Arbeitsbelastung, zu viel Hektik oder ernste Sorgen können allerdings die sexuelle Lust mindern und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Erschöpfungszustände und Nervosität sind Anzeichen für ungesunden Stress. In solchen Fällen können bewusste Ruhepausen im Alltag, ein Urlaub oder auch Entspannungstechniken wie zum Beispiel autogenes Training helfen.

Geben Sie das Rauchen auf!

Rauchen vermindert nachweislich die Fruchtbarkeit bei Frauen und Männern. Nikotin ist ein Gift das viele Körperfunktionen negativ beeinflusst. Im Falle einer Schwangerschaft  schadet das Nikotin dem Ungeborenen. Statistisch gesehen, sind die Neugeborenen von Raucherinnen häufiger untergewichtig und mangelernährt.

Genießen Sie Alkohol nur in Maßen!

Mäßiger Alkoholkonsum scheint die Fortpflanzungsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen. Werden allerdings über längere Zeit hinweg größere Alkoholmengen eingenommen, wird die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt. Während der Schwangerschaft sollte die Frau wegen der Gefahr von Fehlbildungen beim Ungeborenen ganz auf Alkohol verzichten. Kaffee, Tee oder andere koffeinhaltige Getränke im Übermaß sind ebenfalls ungesund.

Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Starkes Übergewicht oder starkes Untergewicht haben Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Sowohl bei übergewichtigen also auch bei sehr mageren Frauen kommt es häufig zu einem hormonellen Ungleichgewicht und zu Zyklusstörungen. Wenn es den Betroffenen gelingt, ihr Gewicht zu regulieren, normalisiert sich im Allgemeinen auch der Hormonhaushalt.

Schützen Sie sich gegen eine Rötelninfektion!

Eine Ansteckung mit Röteln in der Schwangerschaft kann das Ungeborene schwer schädigen. Deshalb ist es für eine Frau mit Kinderwunsch ratsam, durch eine Blutuntersuchung feststellen zu lassen, ob sie gegen Röteln immun ist. Anderenfalls sollte sie sich zur Sicherheit vor dem Eintritt einer Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen.

Die weibliche Fruchtbarkeit nimmt mit dem Alter kontinuierlich ab. Für eine Frau zwischen 20 und 25 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden bei etwa 30 Prozent pro Zyklus. Für Frauen ab 35 ist die Chance etwa nur noch halb so groß und sinkt mit 40 Jahren auf etwa zehn Prozent. Nach der Menopause ist die Reproduktionsfähigkeit der Frau erloschen.

Die biologische Uhr tickt. Mit der allgemeinen Tendenz zur späten Familienplanung wächst die Sorge um die abnehmende Fruchtbarkeit und die Angst vor einer ungewollten Kinderlosigkeit steigt. Die Frage „Wie lange kann ich noch warten?“ wird für die persönliche Lebensplanung immer wichtiger.

Über die Berechnung des medizinischen Fertilitätsindex können Sie Ihre individuelle Fruchtbarkeit und damit die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ermitteln lassen. Grundlage der Berechnung sind neben dem Lebensalter weitere Faktoren - so z.B. der Body-Mass-Index, die persönlichen Lebensgewohnheiten wie Alkohol- und Kaffeegenuss und Ihre sportliche Aktivität. Angaben zum Hormonstatus sowie eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutterschleimhaut und der Eibläschen (Follikelmessung) können die Aussagekraft des Fertilitätsindex deutlich erhöhen.

Die Berechnung der individuellen Fruchtbarkeit gilt als eigenverantwortliche Gesundheitsleistung. Die Kosten werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Durch eine Ultraschalluntersuchung kann der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut begutachtet und die Größe des Follikels (Eibläschen) gemessen werden. Durch die Follikelmessung lassen sich der genaue Zeitpunkt des Eisprungs und damit die günstigste Zeit für eine Befruchtung ermitteln.

Im Allgemeinen wird die Follikelmessung zwischen dem 12. und dem 14. Zyklustag durchgeführt - kurz vor dem Eisprung, der bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen zwischen dem 14. und 16. Zyklustag zu erwarten ist.

Besonders wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Follikelwachstums (Zyklusmonitoring) während einer hormonellen Stimulationsbehandlung , um eine Überstimulation auszuschließen und das Risiko einer unerwünschten Mehrlingsschwangerschaft gering zu halten. Frauen, die den Grad ihrer Fruchtbarkeit ermitteln lassen möchten, können durch eine Follikelmessung die Aussagekraft des medizinischen Fertilitätsindex deutlich erhöhen.

Liegt eine gestörte Funktion der Eierstöcke vor, kann die Fruchtbarkeit häufig durch eine Hormonbehandlung wiederhergestellt werden. Voraussetzung für den Erfolg einer derartigen Behandlung ist allerdings die Fähigkeit der Eierstöcke zur Follikelreifung. Bei Frauen in den Wechseljahren ist diese Fähigkeit z.B. erloschen.

Unter Umständen ist auch die Förderung der Hormonausschüttung der Hirnanhangsdrüse (Gonadotropinausschüttung der Hypophyse) durch Antiöstrogene ist möglich. Diese Therapie ist relativ einfach, da die Antiöstrogene (z.B. Clomifen) in Form von Tabletten verabreicht werden können.

Im Allgemeinen wird das Medikament vom 5. bis zum 9. Zyklustag eingenommen, gelegentlich wird auch vom 3. bis zum 7. Zyklustag behandelt. Das Einnahmeschema kann dem individuellen Monatszyklus der Patientin angepasst werden. Bei einem kurzen Zyklus wird man eher früher mit der Stimulation beginnen und auch Gaben über das übliche 5-Tage-Intervall hinaus sind möglich.

Eine hormonelle Stimulationsbehandlung der Eierstöcke sollte durch Ultraschalluntersuchungen zur Follikelmessung überwacht werden, da es zum Heranreifen von mehreren Follikeln und damit zu unerwünschten Mehrlingsschwangerschaften kommen kann.

Vor einer ungewollten Schwangerschaft gibt es heute sicheren Schutz (Kontrazeption). Viele moderne Methoden helfen, eine Schwangerschaftsunterbrechung (Interruptio), zum Beispiel bei jungen Mädchen oder zu hohem Gesundheitsrisiko, zu vermeiden. Die häufigsten Methoden sind die Pille und die Spirale (IUD). Auf hormoneller Basis hat sich auch die „3-Monats-Spritze“ bewährt. Daneben stehen seit einigen Jahren auch der Nuva-Ring und das Verhütungspflaster zur Verfügung. Ist die Kinderplanung abgeschlossen, besteht auch die Möglichkeit der Tubensterilisation (Eileiterdurchtrennung), die in entsprechenden Zentren ambulant durchgeführt wird. Die Verordnung der „Pille danach“ ist problemlos ohne gynäkologische Untersuchung möglich.

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten künstlich hergestellte Hormone, die in ihrer Wirkung den körpereigenen Östrogenen und Gestagenen entsprechen. Hormonelle Kontrazeptiva sind besonders sicher. Da sie aber in den Hormonkreislauf eingreifen, lassen sich Nebenwirkungen nicht ausschließen.

Das erste hormonelle Verhütungsmittel in den 60er Jahren war noch hoch dosiert und hatte starke Nebenwirkungen. Mittlerweile wurden verträglichere Pillen entwickelt, die mit einer deutlich geringeren Dosis auskommen und daher dem weiblichen Hormonzyklus besser angepasst sind mit weniger Nebenwirkungen.

Die Kombinationspille gehört zu den bisher am häufigsten verwendeten Verhütungsmitteln und wird von in einer großen Produktvielfalt angeboten. Sie enthält die Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Dosierung. Die Pille wird ab dem ersten Menstruationstag 21 Tage lang möglichst zur gleichen Tageszeit oral eingenommen. Es folgt eine Einnahmepause von 7 Tagen, in der es zu einer Abbruchsblutung bzw. Entzugsblutung kommt. Einige Pillensorten erlauben eine Einnahme im Langzeitzyklus, bei dem keine Pillenpause eingelegt wird und es auch zu keiner Abbruchsblutung kommt.

Je nach Hormonkombination unterscheidet man zwischen Einphasen- und Mehrphasenpräparaten.

  • Einphasenpräparat: Alle Tabletten einer Packung haben die gleiche Zusammensetzung.
  • Zweiphasenpräparat: Die ersten Tabletten einer Packung enthalten Östrogen, die Tabletten in der zweiten Packungshälfte enthalten Östrogen und Gestagen.
  • Zwei- oder Dreiphasenpräparat: Die Tabletten einer Packung enthalten Östrogen und Gestagen. Die Hormondosierungen wechseln stufenweise innerhalb eines Monats.
Der Begriff Mikropille bezeichnet ein Kombinationspräparat, das besonders niedrig dosiert ist. Die Mikropille ist nicht identisch mit der Minipille.

Wirkungsweise: Die Hormone Östrogen und Gestagen verhindern den Eisprung (Ovulation).

Vorteile: Der Zyklus ist regelmäßig, prämenstruelle Beschwerden und Regelschmerzen sind geringer, das Hautbild kann sich verbessern.

Zu beachten: Die Pille muss regelmäßig und täglich eingenommen werden. Einnahmefehler, Erbrechen, Durchfall oder die Einnahme von Medikamenten können die Sicherheit beeinträchtigen. Die Hormone greifen in den Zyklus der Frau ein und können unerwünschte Nebenwirkungen verursachen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Stimmungsschwankungen und sexuelle Unlust (Libidoverlust). In seltenen Fällen können auch schwere Nebenwirkungen wie Bluthochdruck, Thrombose (Blutpfropfbildung) und Störungen der Leberfunktion auftreten.

Empfehlenswert: Die Pille eignet sich besonders für junge und gesunde Frauen, die sicher verhüten wollen.

Achtung: Für Frauen über 35, Frauen mit Übergewicht oder einer Thrombose in der Vergangenheit und für starke Raucherinnen ist die Pille wegen der erhöhten Thrombosegefahr nicht empfehlenswert.

Sicherheit: Sehr hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von 0,1 – 0,9.

Die Minipille enthält keine Östrogene, sondern ein Gestagen in geringer Dosierung. Wichtig ist im Gegensatz zur herkömmlichen Pille, dass die Minipille täglich ohne Unterbrechung sehr pünktlich, d. h. immer zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden muss. In Ausnahmefällen ist eine maximale Verzögerung von drei Stunden möglich. Die meisten Präparate enthalten das Gestagen Levonogestrel. Ein Mini-Pillen-Präparat enthält das Gestagen Desogestrel in etwas höherer Dosierung. Dieses Präparat kann bis zu 12 Stunden verspätet eingenommen werden.

Wirkungsweise: Das Hormon Levonorgestrel verändert die Gebärmutterschleimhaut und verdichtet den Schleimpfropf der Zervix. Die Spermien können damit nicht in die Gebärmutter vordringen und eine Befruchtung und Einnistung einer befruchteten Eizelle werden verhindert. Enthält das Präparat das Hormon Desogestrel, wird zusätzlich der Eisprung verhindert.

Vorteile: Die Einnahme einer östrogenfreien Pille ist auch während der Stillzeit möglich.

Zu beachten: Die Einnahme der herkömmlichen Minipille erfordert große Disziplin und Pünktlichkeit. Es kann zu Zyklusunregelmäßigkeiten und Zwischenblutungen kommen. Manche Frauen klagen über Brustspannen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen oder sexuelle Unlust.

Empfehlenswert: Die Minipille ist für alle Frauen geeignet, die keine Östrogene einnehmen sollten, z.B. Frauen mit erhöhtem Risiko für das Auftreten einer Thrombose, Raucherinnen, stillende Mütter und ältere Frauen.

Sicherheit: Hohe Sicherheit mit einem <Pearl-Index von 0,5 – 3 (Minipille mit Desogestrel 0,5).

Hormonspiralen - Mirena, Kyleena und Jaydess

Mirena Kyleena Jaydess
Hormongehalt  gesamt Levonogestrel (mg) 52 19,5 13,5
Anwendungsdauer in Jahren 5 5 3
Größe des T-Körpers in mm 32 x 32 28 x 30 28 x 30
Durchmesser der Einführhülse in mm 4,4 3,8 3,8

Die Hormonspiralen bestehen aus einem kleinen flexiblen Kunststoff-T,  mit Kontroll- und Rückholfaden. Anders als Kupferspirale, Gynefix, und Kupferperlen-Ball enthalten sie das Hormon Levonorgestrel und verbinden damit die Wirkung der Spirale mit der der Minipille. Die Hormonspiralen werden auch als IUS (Intrauterinsystem) bezeichnet.

Derzeit sind drei verschiedene Hormonspiralen auf dem Markt: Mirena, Kyleena und Jaydess. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Hormondosis und der Anwendungsdauer. Jaydess ist am geringsten dosiert, hat mit 3 Jahren eine kürzere Anwendungsdauer als Mirena und Kyleena (5 Jahre) und ist eher für Frauen geeignet, die ein weniger langfristiges Verhütungsmittel suchen.

Wirkungsweise: Durch die Hormone entsteht ein undurchdringlicher Schleimpfropf im Gebärmutterhals, die Beweglichkeit der Spermien und der Aufbau der Schleimhaut in der Gebärmutter werden vermindert. Trotz der Hormone bleibt der natürliche Eisprung erhalten.

Einlage: Die Einlage erfolgt wie bei allen intrauterinen Verhütungsmitteln über die Scheide durch den Muttermund in die Gebärmutter. Während des Eingriffs kann ein ziehender Schmerz auftreten, der aber im Allgemeinen gut zu ertragen ist.

Mögliche Beschwerden und Komplikationen: Anfangs sind Zwischenblutungen, Akne, Brustspannen und Kopfschmerzen möglich. Selten kann es auch zu depressiven Verstimmungen kommen.

Zu empfehlen: Die Hormonspiralen sind besonders geeignet für Frauen, die langfristig und sicher verhüten möchten und unter besonders starken und schmerzhaften Menstruationsblutungen leiden. Die Periodenblutungen werden durch die Hormonspiralen häufig schwächer, kürzer und sind weniger schmerzhaft.

Anwendungsdauer: Jaydess bis zu 3 Jahren, Mirena und Kyleena bis zu 5 Jahren.

Sicherheit: Sehr hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von 0,2 – 0,3.

Kupferspirale - IUP - Kupfer-T

Die Kupferspirale ist der „Klassiker“ unter den intrauterinen Verhütungsmitteln. Sie besteht aus einem kleinen zumeist T- oder ankerförmigen Plastikkörper, der mit einem feinen Kupferdraht umwickelt ist. Am unteren Ende der Spirale befinden sich zwei Fäden zur Lagekontrolle und zur Entfernung.

Wirkungsweise: Das IUP verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter. Die freigesetzten Kupferionen vermindern die Beweglichkeit der Spermien. Die Kupferspirale greift nicht in den Hormonhaushalt ein und verhindert also auch nicht den Eisprung.

Einlage: Das IUP wird während der Periode durch ein steriles dünnes Plastikröhrchen über die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Während des Eingriffs kann ein ziehender Schmerz auftreten, der aber im Allgemeinen gut zu ertragen ist. Auf Wunsch legen wir die Kupferspirale auch in kurzer Vollnarkose.

Mögliche Beschwerden und Komplikationen: Evtl. leichte Blutungen und Unterleibsschmerzen in den ersten Tagen, stärkere Menstruationsblutungen und Schmierblutungen während des Zyklus. Unter Umständen kann ein IUP verrutschen oder ausgestoßen werden.

Anwendungsdauer: 2 Jahre.

Sicherheit: hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von 0,5 - 2.

Der Hormonring ist ein weicher Kunststoffring mit einem Durchmesser von 5.4 cm, der wie ein Tampon in die Scheide eingeführt wird. Er enthält wie die Pille eine Kombination aus Östrogenen und Gestagenen, die kontinuierlich freigesetzt werden und über die Scheide in den Blutkreislauf gelangen. Er wird mit dem ersten Menstruationstag eingesetzt, erst nach 21 Tagen entfernt und nach einer siebentägigen Pause durch einen neuen Ring ersetzt. Wird der Ring beim Geschlechtsverkehr als störend empfunden, kann er bis zu einer Dauer von zwei Stunden herausgenommen werden ohne dass die verhütende Wirkung nachlässt.

Wirkungsweise: Die Hormone verhindern den monatlichen Eisprung.

Vorteile: Es muss nicht täglich an die Verhütung gedacht werden. Erbrechen, Durchfall oder die Einnahme von Medikamenten beeinflussen die Wirkung nur bei andauernden und starken Ausprägungen.

Zu beachten: Die Nebenwirkungen der Hormone sind mit denen der Pille zu vergleichen: Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Stimmungsschwankungen und sexuelle Unlust. Der Ring selbst kann zu einer Reizung der Scheide und vermehrtem Ausfluss kommen. Manchen Frauen ist das Einführen und Herausnehmen des Ringes als unangenehm oder sie empfinden den Ring als Fremdkörper in der Scheide.

Empfehlenswert: Der Hormonring ist besonders für Frauen geeignet, die einen unregelmäßigen Lebensrhythmus haben und nicht an eine tägliche Pilleneinnahme denken wollen.

Achtung: Für Frauen über 35, Frauen mit Übergewicht oder einer Thrombose in der Vergangenheit und für starke Raucherinnen ist die Pille wegen der erhöhten Thrombosegefahr nicht empfehlenswert.

Sicherheit: Hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von 0,4 – 1,8.

Kupferperlen-Ball (IntraUterinBall - IUB)

Der Kupferperlen-Ball ist das modernste der intra-uterinen, nicht-hormonellen Verhütungsmittel. Das Besondere am Verhütungsball ist der biegsame Trägerfaden aus Nitinol, einem High-Tech-Material mit „Formgedächtnis“, das schon seit Langem für Implantate z.B. für Stents bei verengten Blutgefäßen verwendet wird. Produkte aus Nitinol lassen sich beliebig verformen, kehren jedoch immer wieder zu ihrer ursprünglichen („vor-programmierten“) Form zurück.

Diese Materialeigenschaft macht es möglich, dass der Trägerfaden des IUB mit den aufgefädelten Kupferperlen durch ein schmales Röhrchen (Durchmesser 3,2 mm) in die Gebärmutter eingeführt werden kann. In der Gebärmutterhöhle - unmittelbar nach der Einlage - formt sich der mit einer Polymerschicht ummantelte Nitinol-Draht zu einem kugelförmigen Gebilde mit einem Durchmesser von ca. 15 mm. Das nun sphärisch geformte IUB liegt flexibel und frei im Uterus. Eine Fixierung wie bei der Gynefix-Kupferkette ist nicht notwendig.

Wirkungsweise: So wie bei den herkömmlichen Kupferspiralen schwächen die freigesetzten Kupferionen die Beweglichkeit der Spermien und verhindern so die Befruchtung der Eizelle. Der Hormonhaushalt wird nicht beeinflusst. Der Eisprung findet ganz normal statt.

Einlage: Durch ein schmales Röhrchen wird der Trägerfaden mit den aufgefädelten Kupferperlen in die Gebärmutter eingeführt. Die dreidimensionale Kugelform des IUB entfaltet sich erst in der Gebärmutterhöhle. Die Einlage sollte nach Möglichkeit während der Periode stattfinden.

Auf Wunsch legen wir den Kupferperlen-Ball auch in kurzer Vollnarkose.

Entfernung: Ein doppelter Rückholfaden ermöglicht die problemlose Entfernung des IUB. Wird der Kupferperlen-Ball gezogen, löst sich die Kugelform des Trägerfadens wieder auf, so dass eine schmerzfreie Entfernung möglich ist.

Mögliche Beschwerden und Komplikationen: Wie bei allen Spiralen sind leichte Blutungen, anfängliche Unterleibsschmerzen, stärkere Menstruationsblutungen und Schmierblutungen möglich. Durch die biegsame, kugelige Form des IUB ist die Reizung der Gebärmutterschleimhaut allerdings sehr gering. Der Kupferperlen-Ball ist im Allgemeinen besser verträglich als herkömmliche Spiralen.

Anwendungsdauer: 5 Jahre.

Sicherheit: hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von 0,3 - 0,8.

Bei diesem Verhütungsmittel handelt es sich um ein dünnes, weiches Kunststoffstäbchen, das als Implantat auf der Innenseite des Oberarmes direkt unter die Haut eingesetzt wird. Implantat ist kleiner als ein Streichholz - 4 cm lang, 2 mm dick. Der Wirkstoff Etonogestrel, ein Gelbkörperhormon, ist im Kunststoff des Stäbchens eingelagert und wird in kleinen Mengen gleichmäßig freigesetzt.

Wirkungsweise: Das Gelbkörperhormon (Gestagen) unterdrückt den monatlichen Eisprung und verändert den Zervikalschleim, so dass das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter erschwert wird. Nur in Einzelfällen können Samenzellen diese Sperre überwinden. Zudem bewirkt das Hormon einen Umbau der Gebärmutterschleimhaut und erschwert damit das Einnisten einer befruchteten Eizelle.

Anwendungsdauer: 3 Jahre.

Mögliche Beschwerden und Komplikationen: Wie bei allen hormonellen Verhütungsmethoden kann es zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen, wie Akne, Gewichtszunahme, Brustspannen und harmlose Eierstockzysten. Unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen sind möglich, häufig bleibt die Periode ganz aus.

Sicherheit: Sehr hohe Sicherheit mit einem Pearl-Index von weniger als 0,1 auch bei übergewichtigen Frauen.

Vorteile: Die Verhütung ist langfristig gesichert ohne dass es zu Einnahmefehlern wie bei oralen Kontrazeptiva (z.B.  bei der Pille oder Minipille) kommen kann. Der Wirkstoff gelangt direkt in den Blutkreislauf, der Magen-Darmtrakt wird nicht belastet, dadurch wird die Wirksamkeit bei Durchfall und Erbrechen nicht beeinträchtigt. Implanon enthält keine Östrogene wie die Pille.

Einlage: Durch die Einnahme der Minipille (z.B. Cerazette) für drei Monate kann vor der Einlage des Implanons getestet werden, ob eine rein gestagenhaltige Verhütung gut vertragen wird. Ist dies der Fall, wird das Verhütungsstäbchen zwischen dem 1. und 5. Zyklustag eingesetzt. Die verhütende Wirkung ist dann sofort gesichert.  Das Einsetzen erfolgt unter örtlicher Betäubung mit Hilfe einer speziellen Einführspritze. Im Allgemeinen wird die Innenseite des Oberarmes gewählt - bei Rechtshänderinnen der linke Arm, bei Linkshänderinnen der rechte.

Wenn nach 3 Jahren ein neues Stäbchen gewünscht wird, so wird es nach Entfernen des alten Stäbchens an derselben Stelle wieder eingesetzt.

Die Methoden der natürlichen Familienplanung, kurz NFP, dienen dazu, die fruchtbaren Tage einer Frau zu bestimmen und durch zeitlich geplanten Geschlechtsverkehr die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Gleichzeitig ermöglicht die NFP jedoch auch eine Verhütung ohne chemische und hormonelle Hilfsmittel.

Möchte eine Frau natürlich verhüten, verzichtet sie an ihren fruchtbaren Tagen auf Geschlechtsverkehr oder greift auf andere Verhütungsmethoden zurück. An den übrigen Tagen kann sicherer Geschlechtsverkehr stattfinden - allerdings bieten die Methoden der natürlichen Familienplanung keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Diese Methode eignet sich aufgrund ihrer relativ hohen Versagerquote nur für Paare, für die eine trotzdem eintretende Schwangerschaft keine Katastrophe darstellt.

Zum Erlernen der Methoden der natürlichen Familienplanung ist viel Geduld nötig, da es meist mehrere Zyklen dauert, bis ausreichend Erfahrung vorhanden ist, um die eigenen Körperzeichen richtig zu deuten. Zudem können ein unregelmäßiger Lebensrhythmus, Alkoholkonsum, Stress oder Erkrankungen den eigenen Zyklus beeinflussen und die natürliche Familienplanung unsicherer machen. Für eine gezielte Schwangerschaftsplanung ist sie jedoch bedenkenlos und jederzeit einsetzbar.

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In den Wechseljahren lässt die Hormonproduktion allmählich nach und kennzeichnet diese Lebensphase dadurch mit unangenehmen Begleiterscheinungen. Sie erhalten von uns Beratung zur ergänzenden Hormontherapie oder alternativ zur Behandlung mit pflanzlichen Präparaten. Ihre Lebensqualität steht für uns dabei im Vordergrund.

Zu den nachteiligen Folgen der Hormonveränderungen gehören zum Beispiel Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen, Hautveränderungen, sexuelle Probleme, Osteoporosegefahr sowie eventuell Herz-Kreislaufstörungen (Östrogenmangel). Auch Veränderungen der Figur (Bauchfettzunahme) können hormonell bedingt sein (Androgenmangel).

Durch Blutuntersuchungen (Hormonspiegel) lässt sich sehr genau feststellen, welche Hormonveränderungen für Ihre Beschwerden verantwortlich sind. Die Hormontherapie kann je nach Wunsch durch Tabletten, Pflaster, Gel oder Spritzen erfolgen.

Ungeimpften Patientinnen mit Kinderwunsch lege ich besonders die Röteln-Impfung ans Herz. Außerdem sollten vor der Schwangerschaft und im Intervall alle 10 Jahre die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten aufgefrischt werden. Ab September jeden Jahres steht die Grippeschutzimpfung im Vordergrund. Darüber hinaus biete ich auch FSME-Impfung und sämtliche Reiseimpfungen (Hepatitis, Polio) an. Relativ neu ist die Impfung gegen HPV-Viren (Gardasil® und Cervarix®).

Impfung gegen Scheidenentzündungen

Impfungen gegen rezidivierende Entzündungen im Urogenitalbereich sind ebenfalls möglich.

Wiederkehrende Infektionen der Scheide sind für viele Patientinnen sehr lästig. Die Therapie gegen Bakterien, Pilze oder Trichomonaden bringt oft einen zeitlich begrenzten Erfolg.

Für solche Probleme steht der Kolpitis-Impfstoff „Gynatren®“ zur Verfügung. Er enthält inaktive Lactobazillen und ruft die Bildung bestimmter Antikörper hervor. Dadurch wird in vielen Fällen die normale „Döderlein-Flora“ wieder hergestellt.

Impfung gegen Blasenentzündung

In ähnlicher Weise wirkt ein neuartiger Impfstoff gegen chronische Blasenentzündungen. „StroVac®“ enthält inaktivierte Bakterienstämme und kann dauerhaft und schnell die Beschwerden verringern.

Ablauf der Impfungen:

Die Grundimmunisierung erfolgt jeweils durch 3 Impfungen, die im Abstand von 2 – 3 Wochen erfolgen. Nach 6 – 12 Monaten sollten Auffrischungsimpfungen durchgeführt werden.

Die Kosten für die Impfung werden in bestimmten Fällen von den Krankenkassen übernommen. Interessiert Sie die Impfung, wenden Sie sich an unser Praxisteam, es stehen auch Informationsbroschüren zur Verfügung.

Grippe-Schutzimpfung

Die grundsätzliche Gefahr, die durch jedes Jahr neu veränderte Grippe-Viren besteht, ist uns allen bekannt. Den sichersten Schutz vor der gefährlichen Virusgrippe bietet die Grippeschutzimpfung. Da in jedem Jahr neue Gruppen von Viren auftreten, ist eine jährliche Impfung mit dem jeweils den zu erwartenden Viren angepasstem Impfstoff zu empfehlen.

Wir führen die Impfungen bei Ihnen gerne durch, zu beachten ist, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nur für folgende Personengruppen übernehmen:

  1. Personen über 60 Jahre
  2. Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (chronischen Lungen-, Herz/Kreislauf-, Leber u. Nierenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, HIV)
  3. Personen mit erhöhter z. B. beruflicher Ansteckungsgefährdung

HPV-Schutzimpfung

Human papillomavirus (HPV).

Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Humane Papillomaviren (HPV) sind wiederum die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Die HPV-Infektionen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen und zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen.

Gardasil® und Cervarix® sind Impfstoffe zur Prävention von hochgradigen Dysplasien des Gebärmutterhalses, Gebärmutterhalskrebs, hochgradigen dysplastischen Läsionen der Vulva (äußere Genitalorgane) sowie von äußeren Genitalwarzen, die durch die Typen 6, 11, 16 und 18 des humanen Papillomvirus (HPV) verursacht werden. Der Impfstoff Gardasil® wendet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18, die etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebs auslösen und die meisten Genitalwarzen verursachen.

Es geht vor allem darum, Teenager vor einer HPV-Infektion schützen, die sexuell übertragen wird. Sinnvollerweise sollte die zweimalige Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Daher wird die Impfung für die weiblichen Teenager zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen und von den Krankenkassen übernommen.

Sie haben den Anspruch auf eine Krebsvorsorgeuntersuchung im Jahr. Diese besteht aus:

  • einer gynäkologischen Untersuchung
  • einem Zellabstrich vom Muttermund
  • einer Tastuntersuchung der Brustdrüsen

Die regelmäßige Inanspruchnahme der Ihnen zustehenden Krebsvorsorgeuntersuchung ermöglicht die Entdeckung von bösartigen Erkrankungen schon im Frühstadium.

In der Medizin stehen heute wesentlich mehr Möglichkeiten zur Erkennung von Vor- und Frühstadien bösartiger Erkrankungen zur Verfügung. Im Rahmen der erweiterten Krebsvorsorge kann die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Diagnose durch zusätzliche Untersuchungen (Ultraschall, HPV-Diagnostik, Thin-prep, Darmkrebsscreening, Blasenkrebsscreening) wesentlich erhöht werden.

  • Ultraschalluntersuchung des inneren Genitale zur Beurteilung der Eierstöcke und der Dicke der Gebärmutterschleimhaut
  • Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen zur Erkennung nicht tastbarer Veränderungen des Brustdrüsengewebes
  • Zellabstrich zur Erkennung von HPV – Infektionen (high-risk-Typen von humanen Papillomaviren), die oft zu krebsartigen Veränderungen am Muttermund führen
  • Zur Darmkrebsvorsorge gibt es ein immunologisches Verfahren, Hinweise auf ein Tumorgeschehen zu erhalten: Den Nachweis von „Tumor M2-PK“

Leider werden nicht alle sinnvollen Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern, welche Maßnahmen bei Ihnen im Einzelfall sinnvoll und nützlich sind.

HPV – Diagnostik

Infektionserkrankungen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen. Sie können eine Vielzahl gutartiger Haut- und Schleimhautveränderungen hervorrufen, sind aber auch für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses mit verantwortlich.

Wir unterscheiden heutzutage zwischen low-risk-Viren, die genitale Warzen, sogenannte Condylome, verursachen, und high-risk-Viren, die an der Entstehung von Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses beteiligt sind. Condylome sind meist leicht zu erkennen, dagegen bleiben Infektionen mit high-risk-Viren im Rahmen der traditionellen Vorsorgeuntersuchung oft unerkannt. Eine Früherkennung ist meistens nicht möglich. Neue empfindliche Testmethoden zum Nachweis von Virus-DNA geben uns die Möglichkeit, nicht sichtbare Virus-Infektionen zu erkennen. Durch einen (nicht schmerzhaften) Abstrich aus dem Gebärmutterhalskanal können wir eine HPV-Infektion nachweisen und zwischen low-risk-HPV-Infektionen und high-risk-HPV-Infektionen unterscheiden. Damit wird es möglich, frühzeitig weitere diagnostische oder therapeutische Maßnahmen einzuleiten.

Die Schwangerschaft ist eine der spannendsten Zeiten im Leben einer Frau und in einer Beziehung. Wir wollen Sie hierbei begleiten, beraten und Ihnen mit unserer jahrelangen Erfahrung helfen, diese Zeit angenehm zu erleben.

Im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) sind während einer Schwangerschaft drei Ulltraschalluntersuchungen vorgesehen:

  1. in der 9.-12. Schwangerschaftswoche (SSW)
  2. in der 19.-22. SSW
  3. in der 29.-32. SSW

Mit Hilfe dieser Ulltraschalluntersuchungen können in vielen Fällen Entwicklungsstörungen des Kindes frühzeitig bemerkt werden, um ggf. eine weiterführende Diagnostik oder entsprechende Therapie einzuleiten.

Die Vorsorgeuntersuchungen, die jede werdende Mutter beanspruchen kann, sind in den Mutterschaftsrichtlinien festgelegt. Dazu zählen:

  • regelmäßige Bestimmung von Gewicht und Bluteisenwerten (Hb)
  • Urin- und Blutdruckkontrollen
  • Blutgruppen- und Antikörperbestimmungen
  • Insgesamt 3 Ultraschalluntersuchungen
  • Herzton- und Wehenschreibung
  • TPHA ( Treponema -pallidum -Hämagglutinationstest) als Lues-Suchreaktion
  • HIV Test

Darüber hinaus gibt es weitere sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen, die der Sicherheit und der Gesundheit Ihres Kindes und Ihnen dienen. Während der Schwangerschaft können insbesondere Erkrankungen an Toxoplasmose, Windpocken, Ringel-Röteln oder Masern für das Ungeborene gefährlich werden, wenn diese Erkrankungen nicht erkannt werden oder unbeachtet bleiben. Durch die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Labors können alle zur rechtzeitigen Erkennung notwendigen Untersuchungen in meiner Praxis durchgeführt werden.

Regelmäßige Zuckertests im Urin gehören zu den vorgeschriebenen Untersuchungen. Trotzdem kann eine neu aufgetretene Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft unerkannt bleiben und das Kind erheblich gefährden. Diese Patientinnen bedürfen einer intensiven Schwangerschaftsbetreuung. Daher empfehle ich die Durchführung eines Zuckerbelastungstestes in der Zeit 24. bis 28. Schwangerschaftswoche, den ich problemlos und für Sie sehr bequem in meiner Praxis durchführen kann.

Ich begleite Sie vom positiven Schwangerschaftstest bis zur Geburtsplanung.

Haben Sie weitere Fragen? In unserem FAQ-Bereich für Schwangere finden Sie die Antworten.

Wir bieten eine Sprechstunde speziell für Mädchen und Jugendliche an. Hier kannst Du Dich informieren zum Thema Verhütung, Monatszyklus, Veränderungen Deines Körpers während des Erwachsen-Werdens oder Impfungen insbesondere HPV. Dein Besuch in unserer Praxis wird selbstverständlich absolut vertraulich behandelt. Du kannst gerne eine Vertrauensperson wie Deine Freundin oder Mutter mitbringen.